Fruchtbarkeit und Zyklusmonitoring

Wie du deine Fruchtbarkeit in 15 Minuten überprüfen kannst

Super, du planst eine Schwangerschaft! Jetzt möchtest du natürlich wissen, ob dein Körper bereit ist und ob du bald ein Baby in deinen Armen halten kannst. Was du brauchst, ist ein Zyklusmonitoring-Tool. Aber sind die Produkte aus dem Drogeriemarkt auch wirklich zuverlässig – oder solltest du doch lieber zur Apotheke gehen? Oder gleich zum Arzt?

Inhaltsverzeichnis

Zyklusmonitoring funktioniert unabhängig vom Preis

Bevor du deine Ärztin konsultierst, solltest du erst einmal selbst herausfinden, ob du fruchtbar bist. Ist dies der Fall, kann deine Ärztin das Ergebnis später bestätigen. Der erste Schritt ist also immer der Selbsttest. Und dazu spielt es keine Rolle, ob du dich für ein günstiges Produkt aus dem Drogeriemarkt oder die Premium-Variante aus der Apotheke entscheidest. Alle im Handel erhältlichen Zyklusmonitoring-Tools sind nach demselben Prinzip aufgebaut – und damit auch alle gleich zuverlässig. Voraussetzung ist allerdings, dass man die Tests korrekt anwendet: Nicht zu früh und genau so, wie auf der Packungsbeilage beschrieben.

Wie stellt das Tool die Fruchtbarkeit fest?

Jedes handelsübliche Zyklusmonitoring-Tool ist so konzipiert, dass es den LH-Hormonspiegel im Urin messen kann. Die Abkürzung steht für Luteinisierendes Hormon, ein Hormon, das im weiblichen Körper eine zentrale Rolle im Menstruationszyklus spielt. Etwa 24 bis 36 Stunden vor dem Eisprung lässt es sich erstmals nachweisen. Dabei erreicht der LH-Spiegel seinen Höhepunkt kurz vor dem Eisprung. Je näher du also an deinem Eisprung bist, desto höher der LH-Spiegel im Urin und desto wahrscheinlicher ist deine Fruchtbarkeit.

Welche Arten von Tools gibt es?

Alle erhältlichen Zyklusmonitoring-Modelle unterscheiden sich lediglich in einem Punkt: in der Sensitivität ihrer Messung. So genannte Fruchtbarkeitstests reagieren schon auf geringste Mengen des LH-Hormons im Urin, die klassischen Tests hingegen zeigen erst an, wenn der Hormonspiegel etwas höher liegt. Als Faustregel gilt: Je niedriger der mIU/ml-Wert (milli International Units pro Milliliter) auf der Packung angegeben ist, desto empfindlicher ist das Tool. Bei einem Fruchtbarkeitstest liegt dieser Wert um 20, bei einem herkömmlichen Zyklusmonitoring-Tool um 30 mIU/ml. Zu frühes Testen ist allerdings nicht ratsam. Zwar werben die Hersteller damit, dass Fruchtbarkeitstests schon am 5. Tag nach der Menstruation möglich sind. Doch wenn du den Tag deines Eisprungs aus Versehen nicht richtig berechnet hast oder dein Zyklus nicht zuverlässig war, ist die LH-Produktion vielleicht verzögert. Die Folge: Das Tool schlägt nicht an. Das Ergebnis eines jeden Fruchtbarkeitstests sollte deshalb immer einige Tage später mit einem klassischen Zyklusmonitoring-Tool überprüft werden. So bist du wirklich auf der sicheren Seite.

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Wie wird das Zyklusmonitoring angewendet?

Du hältst den Teststreifen aus der Packung für etwa 15 Sekunden direkt in den Urinstrahl. Zyklusmonitoring-Tools, bei denen der Urin vorher in einem Messbecher aufgefangen wird, sind kaum noch im Handel erhältlich – zu groß ist das Risiko, durch Rückstände oder bakterielle Verunreinigungen im Auffangbecher das Ergebnis zu verfälschen. Du verschließt den Teststreifen mit der beigelegten Plastikkappe und legst ihn waagerecht auf einem Papiertuch ab. Innerhalb von 15 Minuten hast du Gewissheit und weißt, ob du fruchtbar bist oder nicht.

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