Herzlichen Glückwunsch zur bevorstehenden Elternschaft! Ab jetzt beginnt eine aufregende Reise, auf der du viel über dein Baby und die bevorstehenden Veränderungen lernen wirst: Von den ersten Anzeichen der Schwangerschaft bis hin zu den Vorbereitungen auf das neue Leben. Jeder Abschnitt dieser Reise bringt seine eigenen Herausforderungen und Freuden mit sich.
Obwohl man dir die Schwangerschaft noch nicht ansieht, entwickelt sich dein Baby in deinem Bauch von einer kleinen Zellansammlung zu einem etwa 8 Zentimeter großen Embryo. Wichtige Organe nehmen Gestalt an: Kopf, Rumpf, Arme und Beine sind bald erkennbar. Am Ende der 12. SSW sind sogar die Augen deines Kindes bereits angelegt. Deine Frauenärztin wird dich jetzt regelmäßig zu Vorsorgeterminen einladen, die du unbedingt wahrnehmen solltest. Sie wird dich gründlich per Ultraschall untersuchen, dein Gewicht und das Wachstum deines Babys im Mutterpass dokumentieren, den du stets bei dir tragen solltest – für den Fall, dass du plötzlich ins Krankenhaus musst. In dieser frühen Phase der Schwangerschaft sind Harnwegsinfektionen und Übelkeit nicht ungewöhnlich. Aber keine Sorge – das wird vorübergehen. Wenn du dich unwohl fühlst, sprich mit deiner Ärztin. Sie kann dir geeignete Medikamente empfehlen, die deinem Baby nicht schaden. Beginne frühzeitig mit der Suche nach einer Hebamme und melde dich für einen Geburtsvorbereitungskurs an. Dieser beginnt zwar erst gegen Ende des 2. Trimesters, aber die Plätze sind oft schnell vergeben. Der Kurs vermittelt dir und anderen werdenden Müttern wertvolle Informationen zur Geburt. Zudem lernst du Entspannungs- und Atemtechniken kennen, die dir während der Entbindung helfen können.
Jetzt beginnt dein Bauch zu wachsen, denn dein Baby nimmt stetig an Gewicht zu. Die Körperstrukturen und Organe, die in den ersten zwölf Wochen gebildet wurden, werden immer deutlicher sichtbar. Ab der 16. Woche kannst du das Geschlecht deines Kindes auf dem Ultraschall erkennen. Das Gehör deines Babys entwickelt sich so weit, dass es die Geräusche deines Körpers sowie die aus der Umgebung wahrnehmen kann. Es beginnt, erste Eindrücke zu verarbeiten. Seine Augenlider sind zwar noch geschlossen, doch die Pupillen können sich bereits bewegen. Ab der 27. Woche entwickelt dein Baby einen Schlaf- und Wachrhythmus, ruhige und aktive Phasen wechseln sich ab. Du wirst immer häufiger die Bewegungen deines Babys spüren – anfangs noch zart. Dir selbst geht es in dieser Phase deiner Schwangerschaft gut. Die Übelkeit ist vorbei, und du fühlst dich vitaler. Allerdings musst du dich jetzt um neue Kleidung kümmern – deine alte Lieblingsjeans wird nicht mehr passen. Aufgrund des hohen Östrogenspiegels kann sich auf deinem Bauch eine dunkle Linie bilden – die sogenannte Linea Nigra. Diese Pigmentveränderung bildet sich nach der Geburt wieder zurück.

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Wenn dein Baby jetzt vor dem errechneten Termin zur Welt käme, könnte es dank moderner Medizin im Brutkasten überleben. Die kommenden Wochen sind entscheidend, denn jetzt wird der Fötus mit jedem Tag lebensfähiger. Gehirn, Lunge und Verdauungssystem reifen aus, damit dein Kind nach der Geburt eigenständig leben kann. Die Bewegungen deines Babys werden kräftiger, du wirst es oft spüren, wenn es in deinem Bauch aktiv ist. Sein Gehirn und Nervensystem sind nun vollständig entwickelt. Dein Bauch ist so groß geworden, dass dir jede Bewegung schwerfällt. Da das Baby viel Platz benötigt, werden deine Organe zusammengedrückt. Besonders dein Magen leidet darunter, da er nach oben geschoben wird – deshalb hast du jetzt häufiger mit Sodbrennen zu kämpfen. Dein Kreislauf arbeitet auf Hochtouren, und deine Venen sind durch das zusätzliche Gewicht stark belastet. Um Krampfadern zu vermeiden, solltest du dir von deiner Ärztin Stützstrümpfe verschreiben lassen. Diese solltest du auch bei warmem Wetter den ganzen Tag tragen, um einen optimalen Blutkreislauf in den Beinen zu gewährleisten. Da dein Geburtstermin näher rückt, musst du dir Gedanken über die Klinik machen, in der du entbinden möchtest. Achte dabei nicht nur auf die freundliche Einrichtung des Kreißsaals, sondern auch darauf, ob das Krankenhaus eine Kinderintensivstation hat. Schließlich kann es sein, dass die Geburt nicht wie geplant verläuft, und es wäre schlimm, wenn dein Kind in eine andere Klinik verlegt werden müsste und du nicht bei ihm sein kannst.

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